Das M des Dualen Masters

„Ich will für die Zukunft gewappnet sein“

Simone Höschle leitet seit Juli 2017 das Altenzentrum Dr.-Karl-Hohner-Heim in Trossingen. Die Führungsposition war der damals 26-Jährigen auch ohne Masterstudium sicher. Trotzdem entschied sie sich für die Weiterbildung.

Frau Höschle, das Altenzentrum bietet 72 Plätze für alte und pflegebedürftige Menschen, der Personalstab besteht aus fast 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das klingt nach viel Verantwortung.
Höschle: Ja. Zur gesamten Führung des Altenzentrums verantworte ich auch die Sozialdienstleitung. Um diesen Aufgaben sicher gewachsen zu sein, entschied ich mich für eine hochklassige Weiterbildung. Ich machte den Master aus eigenem Ansporn, auch weil ich mir Gedanken über die Zukunft machte.

Das Altenheim führte die digitale Pflegedokumentation ein, die Sie als Thema Ihrer Masterarbeit aufgriffen. Wie beurteilen Sie den Theorie-Praxis-Transfer, der im dualen Masterstudium stattfindet?
Höschle: Als echte Hilfestellung im täglichen Tun. Zur Sicherheit, die mir das Wissen aus dem Master vermittelt, kommt der vielseitige und weite Blick; in meinen Fall – als Sozialpädagogin – gerade für das Betriebswirtschaftliche. Das alles fließt mit ein und lässt mich das große Ganze besser erkennen.  Mehr praktische Übungen im Studium hätte ich mir in der Personalführung gewünscht. In meiner Leitungsfunktion merke ich erst jetzt so richtig, welche Anforderungen hier an mich gestellt werden. Da hilft mir der Austausch mit einer Kommilitonin sehr, sie hat einen ähnlichen beruflichen Background und ebenfalls eine hohe Leitungsposition. Mit ihr habe ich regelmäßig Kontakt.

Wo sehen Sie noch Gewinn aus dem Dualen Master?
Höschle: Mein Arbeitgeber hat nun eine sehr gut ausgebildete Mitarbeiterin, die mit aktuellem Wissen und neuen Ideen die Einrichtung weiterentwickeln kann. Sehr nützlich war der Kontakt und Austausch mit den anderen Studierenden. Absolut gut fand ich die Coachings, in denen ich meinem Coach „eins zu eins“ Fragen stellen konnte.

„Eins zu eins“-Coaching klingt gut. Was genau lernten sie dort?
Höschle:
Nachdem wir mittels Online-Test unsere Wünsche und Fragestellungen definiert hatten, stellten sich uns, also den Studierenden, drei Coaches vor. Ich wählte den mir am sympathischsten und traf mich mit ihm während oder nach den Präsenzzeiten. In den Coachings sprachen wir über Herausforderungen, Problemstellungen, die ich aus meinem Berufsalltag mitbrachte. Natürlich entwickelte ich mich dabei auch persönlich weiter.

Wie hat Sie das verändert?
Höschle: Wer neben einem fordernden Job ein anspruchsvolles Masterstudium absolviert, der ist auf jeden Fall belastbarer geworden. Ich bin an meine Grenzen gestoßen, aber ich dachte: „Wenn du das schaffst, dann schaffst du auch anderes!“ Und genau so ist das.

Vielen Dank für das Interview!


Arbeitgeber und Dualer Partner: Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn

Studiengang: Governance Sozialer Arbeit

Studiendauer: 1. Oktober 2015 bis 30. September 2017