Das Master M des DHBW CAS

Der problemlose Wechsel zwischen den Welten macht erfolgreich.

"Das duale System hat sich bei Voith in den vergangenen Jahren durchgesetzt." -
Elvira Frey-Keddi, ehemalige Leiterin Hochschulprogramme, Voith GmbH, beschreibt im Interview, wie Sie den Dualen Master des DHBW CAS einsetzt.

Elvira Frey-Keddi, ehemalige Leiterin Hochschulprogramme, Voith GmbH
Elvira Frey-Keddi, ehemalige Leiterin Hochschulprogramme, Voith GmbH

Frau Frey-Keddi, wie unterscheidet sich Ihrer Meinung nach der Duale Master von anderen Masterprogrammen? 

Frey-Keddi: Wer den Master dual studiert, entscheidet sich bewusst dafür, die Welt der Lehre mit der Welt der unternehmerischen Praxis zu verbinden – in allen Konsequenzen. Das heißt, er oder sie stellt sich der Herausforderung praxisorientierter Problemstellungen und diskutiert diese dann theoriefundiert, um Lösungsvorschläge für die eigene Firma zu erarbeiten. Ich erlebe, dass sich viele bei uns auf den Dualen Master bewerben, weil sie woanders diesen Mangel an Praxiserfahrung spüren. Sie entscheiden sich bewusst für den Dualen Master, um Berufserfahrung zu sammeln und einen gleitenden Übergang in die Firma zu finden. 

Mit einem dualen Master-Studierenden zieht auch die Firma Theorie für sich an Land und erhält so ganz neue Blickwinkel auf Themen. Diese Themen explizit für den Studierenden oder die Studierende definieren zu können, ist sicherlich einer der großen Vorteile des Dualen Masters. 

Aus welchen Gründen hat sich Voith für den Dualen Master entschieden?

Früher oder später spüren viele unserer Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen den Drang nach akademischer Weiterbildung. Wir als Arbeitgeber freuen uns, wenn wir ihnen ein passendes Modell anbieten und sie so stärker an das Unternehmen binden können. Denn sind sie erst einmal weg, kommen sie meist nicht wieder. Um die Mitarbeiter nach dem Bachelor nicht zu verlieren, ist der Duale Master einfach ein optimaler gemeinsamer Weg, den man gehen sollte. 

Wer sind Ihre Master-Studierenden? Nutzen Sie diese Weiterbildungsmöglichkeit auch für Bachelor-Absolventen anderer Hochschularten? 

Noch stehen wir alle am Anfang dieses Modells: Im Moment haben wir diejenigen an Bord des Dualen Masters, die bereits ihren Bachelor an der DHBW und bei uns gemacht haben. Das Modell wird sich jetzt zunehmend beweisen: Es spricht sich herum. Die ersten Absolventinnen und Absolventen setzen Zeichen, sodass beispielsweise auch Kolleginnen und Kollegen aus Nachbarabteilungen auf den Dualen Master aufmerksam werden. Ich kann mir vorstellen, dass Voith einen Teil seiner zukünftigen Master-Plätze frei ausschreibt. Meine Erfahrung sagt mir, dass das sehr gut laufen wird. Da gibt es viel zu tun, aber ich würde den Weg gerne für uns gehen. 

Der Duale Master also als Recruitinginstrument, um gezielt Fachkräfte für Ihr Unternehmen zu finden. Wie könnte dieser Rekrutierungsprozess zukünftig ablaufen? 

Wenn ich extern rekrutieren werde, wird hinter der klassischen Stellenausschreibung ein grundsätzliches, klar definiertes Modell stehen, nach dem wir die dualen Master-Studierenden bei Voith einbinden und unterstützen. Dieses Modell müsste viel klarer definiert sein als für die Internen, die schon „Voithianer“ sind und das duale System bereits im Bachelor erlebt haben. Rekrutierungsprobleme hätten wir mit Sicherheit keine. Ein Studium an der Universität ist für Studierende oder auch für deren Eltern teuer. Gerade im Master ist das richtig viel Geld. Wer dual studiert, weiß, was er spart. Das ist sicherlich ein wichtiges Entscheidungskriterium – neben Themen wie Praxisorientierung, die Uni-Absolventinnen und -Absolventen natürlich massiv fehlt. 

Welche Ziele verfolgen Sie in der Hochschularbeit mit Blick auf die künftige Entwicklung der Arbeits- und Unternehmenswelt? 

In der Praxis lernen wir die Studierenden sehr gut kennen. Schon im Bachelor haben wir nach jedem Praxiseinsatz ein Mitarbeitergespräch, bei dem wir in erster Linie auf die Stärken schauen. Gleichzeitig haben wir einen sehr engen Kontakt zu unseren Fachbereichen und tauschen uns früh aus. Auf diese Weise können wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten und begeistern, um sie letztendlich auch zu halten. Gemeinsam schauen wir, wo wir den Einzelnen sehen, wo er oder sie vielleicht auch Grenzen hat, welche Wünsche er oder sie schon formuliert hat und wo er oder sie sich hinbewegen möchte. Das hat das gesamte Niveau des dualen Studiums bei Voith extrem angehoben. So etwas spricht sich herum, und dann geht die Spirale wunderbar nach oben. DHBW-ler gibt es hier massig – bis hoch zur Geschäftsführung. Das duale System hat sich bei Voith in den vergangenen Jahren durchgesetzt. 

Betrachten Sie den Dualen Master auch als ein Bindungsinstrument? 

Zunächst einmal: Alles Duale ist Personalbindung vom Feinsten. Die Studierenden identifizieren sich ab einem frühen Zeitpunkt mit unserem Unternehmen. Sie erleben unsere Märkte, unsere Kolleginnen und Kollegen, unsere Produkte, sind im besten Fall fasziniert vom Unternehmen. Dadurch entsteht ganz viel Bindung. Sich nach einem dualen Studium wegzubewerben, das braucht viel Energie, das überlegt man sich zweimal. 

Einer unserer Studenten beschreibt, dass er im Dualen Master auch andere Branchen erlebt und für sich erkannt hat, wie fasziniert und überzeugt er von der Produktwelt bei Voith ist. So konnte er spüren, dass er in diesem Technologieunternehmen perfekt aufgehoben ist. Stolz und Identifikation können durch den Dualen Master noch deutlich intensiviert werden. Wenn wir so jemandem die Chance geben zu wachsen, können wir sie oder ihn über sehr viele Jahre halten. 

Wie unterstützen und begleiten Sie Masterstudierende? 

Generell ist Voith schon immer ein sehr fortbildungsorientiertes Unternehmen gewesen. Ich bin jetzt 34 Jahre dabei, und schon als ich begonnen habe, war „Fortbildung“ hier ein Schwerpunkt. Wir haben ein jährliches Mitarbeitergespräch fest als Führungsinstrument implementiert, bei dem die Entwicklungsmöglichkeiten eine große Rolle spielen. Vorgesetzte besprechen also jährlich mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wo diese sich fachlich weiterentwickeln möchten und wo die Vorgesetzten Entwicklungsbedarf sehen. Dann werden gemeinsam die entsprechenden Fortbildungen ausgewählt. Im Bachelor gibt es bestimmte Fortbildungsbudgets, mit denen frei gearbeitet werden kann. Im Master setzt sich das fort. 

Sie sind selbst Absolventin der ehemaligen Berufsakademie und heutigen Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Was zeichnet Ihrer Meinung nach die Studierenden und Alumni der DHBW besonders aus? 

2014 habe ich ein Alumni-Treffen meines Jahrgangs organisiert – anlässlich des 30-jährigen Jubiläums unseres Diploms. Das war superspannend. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus zahlreichen Ländern, viele sind ihren Unternehmen über Jahrzehnte treu geblieben, und etliche sind die Karriereleiter sehr weit nach oben geklettert. Es sind CEOs bekannter Firmen dabei gewesen. Entrepreneurship: Uns allen ist sehr früh beigebracht worden, unternehmerisch zu denken. Dabei sind wir – das war faszinierend – alle so bodenständig geblieben, dass wir uns sofort auf einer Ebene getroffen und uns wiedererkannt haben. Diese „professionelle Bodenständigkeit“ ist in meinen Augen etwas, das DHBW-Alumni auszeichnet. Sie können sich in allen Hierarchien einer Firma sozial und kommunikativ sicher bewegen. Ob mit einem Facharbeiter oder CEO, der problemlose Wechsel zwischen den Welten macht erfolgreich. Außerdem zeichnet DHBW-Alumni die Liebe zu ihren Firmen und zu deren Produkten aus, also sehr viel Identifikation. Selbst nach einem Wechsel ist der Blick zurück auf die Ursprungsfirma immer positiv. 

 

Nutzen Sie die Vorteile des Dualen Masters für Ihr Unternehmen.
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