Das Master M des DHBW CAS

Der Duale Master ist eine hervorragende Grundlage für unseren Erfolg!

"Die Generation Y ist anspruchsvoll. Wenn man ihr nichts bietet, ist sie weg. Daher nutzen wir den Dualen Master." - Joachim Zobel, Personalleiter bei Schunk GmbH & Co. KG, Spann- und Greiftechnik nennt die Vorzüge des Masterangebots des DHBW CAS. Er berichtet im Interview über den konkreten Einsatz im Unternehmen.

 

 

Joachim Zobel, Personalleiter
Joachim Zobel, Personalleiter bei Schunk GmbH & Co. KG, Spann- und Greiftechnik

Welchen Stellenwert nimmt die Ausbildung bei der Firma Schunk ein?

Zobel: Wir haben eine hervorragende Ausbildungsquote von etwa zehn Prozent. Bei 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Standorten Lauffen und Brackenheim-Hausen sind das 130 Auszubildende einschließlich Studierenden der DHBW und anderer Universitäten. Schunk ist in der glücklichen Situation, kontinuierlich zu wachsen. Dieses Wachstum muss aber mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abgesichert werden. Daraus ergibt sich unsere Ausbildungsquote nahezu natürlich. Wir könnten theoretisch auch sagen, dass uns das zu teuer ist. Aber unsere Ausbildung genießt in der Region einen sehr guten Ruf. Wir stellen zum Beispiel Kammer-, Landes- und Bundessieger. Bei den Auszubildenden sind wir also schon sehr gut aufgestellt. Nur beim Dualen Master – da können wir noch ein bisschen nachlegen.

Seit wann kooperieren Sie im Bereich des Dualen Masters mit der DHBW?

Derzeit haben wir vier Master-Studierende, die allerdings quasi auf eigene Faust studieren. Nun wird sich das jedoch ändern. Wir werden stärker auf die Kolleginnen und Kollegen zugehen und gleichzeitig eine Bindungsklausel einführen. Damit schaffen wir eine klassische Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Wodurch unterscheidet sich der Duale Master Ihrer Meinung nach im Vergleich zu Master-Programmen anderer Hochschulen?

Zum einen finde ich klasse, dass die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter permanent den Kontakt zum Unternehmen hält. Das hilft ihr oder ihm zu verstehen, was reine Theorie ist und wo sie sich praktikabel umsetzen lässt. Dualen Master-Studierenden gelingt es so sehr viel besser als herkömmlichen Master-Studierenden, die Brücke zur Praxis zu schlagen. Der Duale Master ist für Studierende eine Eintrittskarte in eine Fach- oder Führungskarriere.
Zum anderen ist der permanente Austausch von Hochschule und Unternehmen ein großer Vorteil. So erhalten die Dozenten Rückmeldung, ob sie anforderungsgerecht, sprich marktgerecht ausbilden. Diese Nähe zur betrieblichen Praxis ist der Hauptvorteil.

Wenn man die Personalarbeit in die Schlagworte Finden, Binden und Entwickeln aufteilt, in welchem der drei Bereiche sehen Sie den Dualen Master?

Ich sehe ihn zunächst im Bereich Entwickeln. Unsere Master-Studierenden sind Eigengewächse – wir entwickeln mit dem Dualen Master unsere Potenzialträger. Damit einher geht das Binden. Binden und Entwickeln sind Bruder und Schwester. Denn solang ich einen Potenzialträger entwickele, habe ich ihn gebunden. Danach bleiben einige Monate Zeit, um einen Arbeitsplatz zu komponieren, von dem der Mitarbeiter sagt: „Jawohl, das ist der Platz, da will ich hin, da will ich bleiben.“ Wenn andere Unternehmen ihre Potenzialträger nicht ausreichend binden, können wir den Dualen Master selbstverständlich auch zum Finden nutzen. Doch ich kann mir schwerlich vorstellen, dass irgendein Unternehmen seine Potenzialträger einfach so gehen lässt.

Kann der Duale Master in diesem Bereich auch zum unternehmerischen Erfolg der Firma Schunk beitragen?

Selbstverständlich! Er trägt dazu insofern bei, als dass die Zukunft unseres Unternehmens unter der Führung der Familie Schunk von leistungsfähigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abhängt. Und leistungsfähig sind in der Regel die, die gut ausgebildet sind. Da durch die Dualität eine praxis- und arbeitsmarktnahe Ausbildung erfolgt, ist der Duale Master eine hervorragende Grundlage dafür.

Ist der Duale Master Ihrer Auffassung nach ein Bindungsinstrument?

Die Generation Y ist anspruchsvoll. Wenn man ihr nichts bietet, ist sie weg. Daher nutzen wir den Dualen Master, um einen Potenzialträger gezielt zu entwickeln. Wir werden also einen Arbeitsplatz schaffen, auf dem der Arbeitnehmer langfristig seine Potenziale einbringen kann. Und ich frage mal so: Wenn jemand erst einmal seinen Platz bei uns gefunden hat und zufrieden ist, warum sollte er oder sie uns dann verlassen?

Welche weiteren Maßnahmen ergreift Ihr Unternehmen, um Personal zu binden?

Nach der neuesten Gallup-Studie ist schlechte Führung der häufigste Grund, aus dem Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter ein Unternehmen verlassen. Deswegen legen wir besonderen Wert darauf, die Führungsqualität unserer Vorgesetzten permanent zu verbessern. Zudem bezahlen wir marktgerecht, geben eigenverantwortliche und attraktive Aufgaben und sorgen für ein respektvolles Miteinander. Das entfaltet eine massive Bindungskraft. Unser Unternehmen weist sehr geringe Fluktuation auf, was dafür spricht, dass wir diese Dinge richtig machen.

Welche weiteren Instrumente der Personalentwicklung stehen bei Ihrer Personalarbeit im Vordergrund?

Da sind wir wohlsortiert: Wir haben eine Akademie mit Fremdsprachen, Führungs- oder auch internationalem Training etc. im Programm, die allen Kolleginnen und Kollegen offensteht und die typischen außer fachlichen Schulungen beinhaltet. Daneben haben wir technische Trainings mit Produktschulungen. Auch Coaching bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit 2015 und Dinge wie Job-Enlargement, Job-Enrichment, bei denen man zusätzliche oder vertiefende Aufgaben übernehmen kann.

Der Duale Master bietet viele Wahlmöglichkeiten. Stimmen Sie sich mit den Studierenden über die Modulauswahl ab?

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind da besonders gut, wo sie Spaß haben, entsprechend beraten und fördern wir sie auch. Die theoretischen Feinheiten kommen mit dem Job. Im Dualen Master lernen sie Verfahren und Methoden für die Arbeit kennen, die sie per Transferleistungen im Unternehmen einbringen.

Als Dozent an der DHBW haben Sie einen eigenen Blick auf das duale Studium. Welchen Ratschlag geben Sie Master-Studierenden?

Ich rate ihnen, die Praxis in die Kurse zu tragen. Als Dozent wünsche ich mir praxisrelevante Fallstudien, die ich gern einarbeite. Ohne Praxisbezug ist eine Vorlesung stumpfsinniger Wissenskonsum. Das zieht sich bei der Firma Schunk durch wie ein roter Faden: Wichtig ist uns nicht, was jemand weiß, sondern was jemand kann – und Können ist die Anwendung von Wissen. Das macht den Transfer von der Theorie in die Praxis so wichtig.

 

Nutzen Sie die Vorteile des Dualen Masters für Ihr Unternehmen.
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