Campus Heilbronn

Schnittstellenkompetenz im Gepäck

„Als interne Qualitätsingenieurin arbeite ich permanent an Schnittstellen. Da passt die Kombination aus Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen optimal. Die Elektrotechnik hilft mir, die technischen Hintergründe zu verstehen. Durch das Wirtschaftsingenieurwesen vergrößere ich mein spezifisches Wissen auf Managementebene. Nun steige ich bei Porsche zur Qualitätslenkerin auf. Wenn ich eigene Lieferanten betreue, kann ich jedes einzelne Modul meines Dualen Masters bestens gebrauchen.“ 

Kristina Radanović, Master Wirtschaftsingenieurwesen, Interne Qualitätsingenieurin bei Porsche

Frau Radanović, nach Ihrem Bachelor in Elektrotechnik studieren Sie nun im Master Wirtschaftsingenieurwesen. Wie ist es dazu gekommen?
Radanović
: Im Qualitätsmanagement arbeite ich permanent an Schnittstellen. Da passt die Kombination aus Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen optimal. Die Elektrotechnik hilft mir die technischen Hintergründe nachvollziehen zu können. Durch das Wirtschaftsingenieurwesen vergrößere ich nun mein spezifisches Wissen auf der Managementebene. Das erweitert den Horizont ungemein. Durch Master-Module zur Entscheidungsfindung, zu Projekt- oder Personalmanagement kann ich mich besser in Situationen hineinversetzen. 

Sind die fachliche Horizonterweiterung und das nützliche Management-Wissen die einzigen Gründe für Ihre Entscheidung, einen Dualen Master anzuhängen?
Radanović
: Schon im Bachelor stand für mich fest, dass ich einen Master aufsatteln möchte. Und da mir das Konzept der DHBW super gefällt, war später für mich klar, dass ich hierher zurückkomme. Der Transfer zwischen Theorie und Praxis ist für mich unschlagbar. Hier haben die Dozentinnen und Dozenten Erfahrungen in der Wirtschaft gesammelt, Aufgaben und Arbeiten sind immer an die Praxis angelehnt und dadurch greifbar. Außerdem will ich weiterhin finanziell unabhängig sein und beständig mein Netzwerk im eigenen Unternehmen aufbauen können. Der Austausch im Dualen Master zwischen den Kommilitonen aus unterschiedlichen Unternehmen bereichert zusätzlich. 

Inwiefern können Sie Ihre Veranstaltungen passend zu Ihren beruflichen Zielen wählen?
Radanović
: Ich schätze am Dualen Master sehr, dass wir so große Wahlmöglichkeiten haben und uns individuelle Studienpläne zusammenstellen können. Beruflich passten bei mir beispielsweise die Module „prozessorientiertes Qualitätsmanagement“, „Business Intelligence“ und „Industrielle Informationssysteme“ bestens: Sie haben mir bei meinem Projekt zur Systematisierung von Prozessen auf Softwareebene direkt weitergeholfen. Die „Fachübergreifenden Kompetenzen“ sind ein toller Bonus für die eigene Persönlichkeitsentwicklung. 

Gibt es weitere Beispiele für den unmittelbaren beruflichen oder persönlichen Nutzen Ihres Masters?
Radanović
: Auf jeden Fall! Beruflich konnte ich beispielsweise bereits vor dem Hintergrund meines Masters ein abteilungsübergreifendes Teilprojekt zu optischen Prüfsystemen übernehmen. Nun habe ich in meiner Studienarbeit die technische Machbarkeitsstudie abgeschlossen. In der Master-Arbeit werde ich einen Anwendungs-Leitfaden dazu entwickeln. 
Persönlich hilft mir der Master auf vielen Ebenen. Meiner Erfahrung nach eröffnen sich gerade für Berufsanfänger neue Blickwinkel auf unterschiedliche Situationen. Im Master können diese Themen gemeinsam diskutiert werden und es besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Dozentinnen und Dozenten stehen immer beratend zur Seite. Das hilft enorm. 

Inwiefern kommt Ihnen dabei auch Ihre Berufserfahrung vor dem Master zugute?
Radanović
: Nach meinem Bachelor habe ich bis zum Masterstart drei Jahre gearbeitet und die Chance genutzt, mich erst einmal zu positionieren. Ich glaube, dass diese Berufserfahrung und die meiner Kommilitonen uns allen sehr hilft. Durch die jeweiligen fundierten Kenntnisse können wir den Lerninhalt nachvollzeihen und umsetzen. Egal, was wir diskutieren, wir haben immer direkt ein Beispiel aus der Praxis parat. 

Wie beurteilen Sie die Qualität der Module und die Dozenten?
Radanović
: Sehr gut. Unsere Dozenten sind keine reinen Theoretiker, sondern Menschen mit sehr großem Erfahrungsschatz aus der Industrie. In den Modulen lernen wir daher aus praktischen Zusammenhängen, die immer direkt mit Beispielen erklärt werden. Dadurch dass, die Teilnehmerzahlen in den Modulen klein gehalten werden, ist ein qualitativ hochwertiger Austausch mit den Kommilitonen und Dozenten möglich. Der interdisziplinäre Hintergrund der Gruppe und die Sichten aus vielen unterschiedlichen Unternehmen fördern den Perspektivwechsel und bringen auch für die eigene Arbeit neue Ideen.
Im Bachelor habe ich Inhalte gelernt, ohne konkretes Wissen, in welcher Form ich das Gelernte in der Industrie anwenden werde. Jetzt ist das ganz anders. Hier geht es um prozessorientiertes Denken. Im Dualen Master wähle ich Module, die mich über den Tellerrand schauen lassen, und ich lerne, gemeinsame Lösungen zu finden. Das bringt auch meinem Arbeitgeber viel.

Wie unterstützt Sie Porsche bei Ihrem Master?
Radanović
: Porsche unterstützt meinen Dualen Master sehr, weil beide Seiten profitieren. Auch kann ich meine Überstunden und den Bildungsurlaub für das Studium einsetzen. Außerdem haben meine Kolleginnen und Kollegen von Anfang an ihre Unterstützung zugesagt, mich auch während meiner Studienmodule zu vertreten. 

2005 waren Sie Deutsche Meisterin im Judo. Jetzt schreiben Sie am Anfang des dritten Semesters bereits Ihre vorletzte Klausur, und Sie planen, Ihre Master-Arbeit deutlich vor Ende der Regelstudienzeit abzugeben. Sind sportlicher und beruflicher Ehrgeiz für Sie dasselbe? 
Radanović
: Wenn ich etwas erreichen möchte, fasse ich das Ziel ins Auge, plane den Weg dorthin und mache. Beim Dualen Master funktioniert das gut, weil alle Termine zwei Jahre im Voraus planbar sind. Es stimmt: Ein Studium am DHBW CAS ist wie Leistungssport für Akademiker, die über ihre eigenen Grenzen hinauswachsen wollen.

Vielen Dank für das Gespräch!