Das M des Dualen Masters

Qualifiziert für Leitungsaufgaben

Das duale Masterstudium macht fit für herausfordernde Aufgaben im Job. Masterabsolventin Miriam Knopf übernahm einige Monate nach Studienabschluss bei ihrem Arbeitgeber, den Werkstätten Esslingen Kirchheim, die Leitung des Berufsbildungsbereichs und die Koordination der Fort- und Weiterbildung. Damals stand die soziale Einrichtung vor der Aufgabe, eine Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung in die gemeinnützige Organisation zu integrieren. 

Frau Knopf, Sie haben diesen Integrationsprozess für Ihren Arbeitgeber mitgestaltet und haben hierfür die Kompetenzen, die Sie sich im Dualen Master erarbeitet haben, gut gebrauchen können.

Knopf: Ja, vor allem das Wissen auf dem Gebiet Changemanagement. Und ebenso, wie man den Zusammenschluss zweier Unternehmenskulturen erfolgreich gestalten kann. Denn dabei darf sich niemand übergangen fühlen, jeder sollte das einbringen können, was er kann. Auch sollten die Leitungskräfte nicht von oben herab führen, trotzdem braucht das Team aber eine klare Linie, an der es sich festhalten kann. Bewährte Strukturen und Routinen bleiben bestehen. Damit jedoch Neues akzeptiert wird, muss jedes Teammitglied nach seinen Fähigkeiten in die Veränderungsprozesse adäquat mit einbezogen werden. Dies alles fordert ein „Gewusst wie“ und auch eine gute Portion Fingerspitzengefühl.

Wann wussten Sie, dass Sie sich beruflich weiterbilden werden?

Knopf: Nach meinem dualen Bachelor-Studium habe ich bei den Werkstätten Esslingen Kirchheim als Bildungsreferentin gearbeitet, außerdem die Fort- und Weiterbildung für Mitarbeiter mit und ohne Behinderung koordiniert und weiterentwickelt. Mir fehlte aber das Wissen und der Überblick, wie die soziale Einrichtung als Ganzes funktioniert. Diese Lücken wollte ich auf hohem akademischem Niveau schließen, meinen Beruf dabei aber nicht aufgeben.

Wie überzeugten Sie Ihren Vorgesetzten vom Dualen Master?

Knopf: Mein Chef stimmte sofort zu, als er hörte, dass ich den Master an der DHBW machen wollte. Das Studienangebot am Center for Advanced Studies der DHBW bot uns genau das Wissen, das eine soziale Einrichtung heutzutage braucht, um erfolgreich am Markt agieren zu können. Der Wandel in der Arbeitswelt macht auch vor gemeinnützigen Organisationen nicht Halt, gerade in wirtschaftlicher Hinsicht. Hier müssen Kompetenzen aus- und aufgebaut werden. Außerdem steigt der Wettbewerbsdruck erheblich. Und oftmals ist es ein Balanceakt, Kundenwünsche zu erfüllen und dabei wirtschaftlich gut zu haushalten.

Sie widmeten Ihre Master-Arbeit einer betrieblichen Aufgabenstellung?

Knopf: Ja. Ich untersuchte, wie sich eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen verändern muss, um zukunftsfähig zu bleiben. Dabei erforschte ich unter anderem, welche Arbeit Menschen mit Behinderungen ausführen können, die auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gefragt ist.

Beenden Sie diesen Satz für uns? Ein weiterführendes Studium ohne Praxisbezug ist...

Knopf: … keine Option für jemand, der das neue Wissen gleich in spannenden Aufgaben umsetzen will und dabei vor allem Gestaltungsfreude hat. Obendrein waren die Gespräche und Diskussionen mit den Mitstudierenden sehr hilfreich, die ja aus ganz unterschiedlichen Abteilungen und Positionen kamen – von Gruppendienstmitarbeitern bis zum Geschäftsführer war alles vertreten. Gegenseitig erzählten wir aus unserem Berufsalltag, mit welchen Problemen wir konfrontiert waren, wie wir diese angingen und welche Ergebnisse dabei herauskamen. Solch einen kontinuierlichen fachlichen und kontroversen Austausch gibt es nur in dualen Studiengängen.

Welchen Pluspunkt sehen Sie noch im Dualen Master?

Knopf: Schon im Masterstudium war klar, dass ich über kurz oder lang Leitungsaufgaben übernehmen würde. Wie man aber den eigenen Berufsalltag reflektiert, wie es nach dem Studienabschluss weitergehen und wie der künftige Aufgabenbereich tatsächlich aussehen kann, diese Fragestellungen habe ich in Einzelterminen bei Coachings am CAS lösen können. Das war für mich absolut hilfreich.

 

Vielen Dank für das Gespräch!


Werkstätten Esslingen Kirchheim und das DHBW CAS sind Duale Partner. Zum Arbeitsvertrag schließen die weiterbildungswilligen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eine Mastervereinbarung mit dem Unternehmen ab und studieren den Dualen Master am DHBW CAS. 

Das DHBW CAS bietet berufsintegrierende und berufsbegleitende Masterstudiengänge in den Bereichen Wirtschaft, TechnikSozialwesen und Gesundheit sowie weitere wissenschaftliche Weiterbildungsmöglichkeiten