Atrium des DHBW CAS

Rund 9.500 km Luftlinie legt Alexander Pirzkall ein paar Mal im Jahr für seinen Master zurück. Warum tut er sich das an?

Alexander Pirzkall (rechts) mit Arbeitskollegen in Mexiko
Alexander Pirzkall (rechts) mit Arbeitskollegen in Mexiko
Alexander Pirzkall studiert den Dualen Master Wirtschaftsingenieurwesen
Alexander Pirzkall studiert den Dualen Master Wirtschaftsingenieurwesen

Leiden Sie arg am Jetlag? 

Pirzkall: Schon, je öfter ich pendle, desto mehr schlaucht es. 

Eine Dependance Ihres Arbeitgebers liegt in Mexiko, wo Sie seit Anfang 2016 an einem Projekt arbeiten. Wussten Sie schon zu Beginn Ihres Masterstudiums – das war einige Monate vorher, im Herbst 2015 –, dass Sie nach Mexiko gehen würden? 

Ja und nein. Nachdem ich meine Laufbahn bei der Bundeswehr abgeschlossen hatte – im Alter von 30 Jahren –, begann ich an der DHBW meinen Bachelor, weil ich während des Studiums unbedingt gleich Berufserfahrung sammeln wollte. Deshalb kam für mich auch für mein Masterstudium absolut kein Vollzeitstudium in Frage. Schon während des Bachelors habe ich in meinem Betrieb (am Standort Ostfildern, Deutschland) bei der Implementierung einer neuen Technologie mitwirken können, die ab 2016 dann auch in Mexiko etabliert werden sollte. Der Marschbefehl nach Übersee – was für mich eine Riesenchance bedeutete – kam einige Monate nach Aufnahme meines Masterstudiums, hatte sich aber, so gesehen, schon während meines Bachelors und meiner zweijährigen Berufstätigkeit im Unternehmen als Industrial Engineer abgezeichnet. 

Eine Unterbrechung des Studiums – oder sogar der Abbruch – kam nicht in Frage? 

Warum sollte ich? Zwar hatte ich, bevor ich den Master begonnen hatte, bereits 80 Prozent meiner Kurse gewählt – ich wusste also schon im Jahr 2015, wann ich 2016, 2017 und 2018 meine Vorlesungen hatte –, konnte aber mein Curriculum ohne Probleme an meine veränderte Arbeitssituation anpassen. Bei der erneuten Kurswahl am CAS achtete ich darauf, dass die Module weit genug auseinander lagen, und innerhalb von zwei bis drei Tagen war alles in trockenen Tüchern. Ich muss auch immer wieder mal Prüfungstermine verschieben und Nachklausuren beantragen, aber das läuft alles wie am Schnürchen. Mit der Personalabteilung im Betrieb bespreche ich meine Abwesenheit in Mexiko und Anwesenheit in Stuttgart, weil ich die Zeit in Deutschland auch nutze für das Networking und Meetings im Unternehmen, und natürlich auch, um meine Familie zu sehen. 

Also gibt es keine Probleme. 

Doch schon, aber wenn eine Hürde auftaucht, ist immer jemand da, der mich unterstützt. Ich werde hier, bis jetzt, sehr gut betreut. Durch meinen Bachelor an der DHBW habe ich mir ein gutes Netzwerk zu den Professoren aufgebaut, das mir auch im Master eine echte Stütze ist. 

Was meint Ihr Arbeitgeber zu Ihrem regelmäßigen Aufbruch nach Deutschland? 

Er leistet einen finanziellen Beitrag an den Heimflügen und übernimmt auch einen großen Anteil an den Studiengebühren für das Masterstudium.

Und wie haben Sie Ihren Chef für einen Dualen Master gewinnen können? 

Dass ich meinen Master mache, war für mich schon im Bachelorstudium keine Frage – das Thema habe ich früh und immer wieder in Personalgesprächen angesprochen. Die Frage des Anbieters war auch klar. Erstens ist das DHBW Modell absolut überzeugend und zweitens, warum sollte ich unnötigerweise mit einem fremden Anbieter experimentieren. Na und drittens wurde und werde ich von den Professoren hier super betreut. Ich kann wirklich sagen, das geht über eine Beziehung, wie sie normalerweise zwischen Professor und Studierendem herrscht, weit hinaus.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Arbeitgeber und Dualer Partner: BOS GmbH & Co. KG

Studiengang: Wirtschaftsingenieurwesen

Studienverlauf: seit 1.10.2015 bis voraussichtlich 30.09.2018

Modulwahl: Controlling, Kunststofftechnik, Simulation, Ganzheitliches Produktionsmanagement, Industrial Engineering, Fabrik und Layout-Planung, Wirtschaftlichkeit und Wertanalyse, Automobiltechnik, Fertigungs- und Informationsmanagement, Informationssysteme für Wirtschaftsingenieure