Von der Praxis in die Praxis

Die Umsetzung der Theorie in die Praxis geschieht geradezu automatisch.

Heiko Baum, Student des MBM General Business Management

Heiko Baum, Student des MBM General Business Management
Heiko Baum, Student des Masters in Business Management, Studienrichtung General Business Management

Herr Baum, Sie studieren den Master in Business Management. Aus welchem Grund haben Sie sich für den Dualen Master an der DHBW entschieden?
Baum: Für den Master habe ich mich entschieden, weil ich einen Abschluss mit einem höheren Bildungsgrad wollte, weil ich gehört hatte, dass gerade viele Bachelor-Absolventen den Markt überschwemmen und ich mich einfach davon abhewben wollte. Es war aber auch ein wenig der Wunsch meines Großvaters, des Firmengründers von IFA.

Für ein Studium an der DHBW habe ich mich entschieden, weil ich den Master dual studieren wollte und weil mir einige Bekannte, die ihren Bachelor an der DHBW gemacht haben, die DHBW sehr empfohlen haben. Außerdem wollte ich den Master gerne in der Nähe von IFA machen – da bot sich die DHBW mit ihren neun Standorten an.

Wo lag Ihr Fokus im Bachelor-Studium?
Das war ein Mix aus Technik und Wirtschaft, der Wirtschaftsingenieur. Zum Ende des Studiums habe ich mich dann etwas auf die Gemeinkostenrechnung spezialisiert und das Wirtschaftliche in den Fokus gerückt.

Weshalb haben Sie die umfassende Studienrichtung General Business Management ausgewählt?
Mich hat die Fokussierung auf den Mittelstand sehr angesprochen und die Module haben einfach gepasst – besonders die große Auswahl hat mich überzeugt und die verschiedenen Richtungen. Meine Wahl passt zu IFA als mittelständisches Unternehmen.

Gibt es Module, auf die Sie sich besonders freuen?
Ein Modul, auf das ich mich besonders freue, ist Ausschreibungsmanagement. Dabei geht es vor allem um Kalkulation, Verträge und auch Verhandeln. Das passt gut, weil ich in meiner Bachelor-Arbeit bereits die Themenbereiche Kalkulation und Kostenrechnung in mittelständischen Unternehmen näher bearbeitet habe und jetzt gerne ausbauen möchte. Hier im Unternehmen ist das schließlich ein zentrales Thema für mich. Im Mas- ter kann ich das bereits vorhandene Wissen nun noch deutlich vertiefen, denke ich.

Sie haben vorab am Kontaktstudium teilgenommen. Konnten Sie dort erlerntes Wissen bereits in der Praxis anwenden?
Die Umsetzung der Theorie in die Praxis geschieht geradezu automatisch. Ich hatte tatsächlich schon öfter die Situation, dass mir im Berufsalltag Dinge aus der Vorlesung wieder eingefallen sind, die ich dann direkt anwenden konnte. In vielen Gesprächen oder bei Verträgen waren verschiedene Kenntnisse aus dem Kontaktstudium sehr hilfreich.

Haben Sie im Kontaktstudium bereits andere Studierende kennengelernt? Inwieweit haben Sie gegebenenfalls davon profitiert?
Es gibt tatsächlich bereits ein Kontaktnetzwerk: Wir haben zum einen eine Messenger- Gruppe der gesamten Studiengruppe, und dann habe ich noch Kontakt zu einem kleineren Kreis, mit dem ich mich auch konkreter austausche.

Kommen Ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen auch aus mittelständisch geprägten Unternehmen oder eher aus größeren?
Das ist sehr breit gestreut. Die Palette reicht vom „Global Player“ bis zum kleineren mittelständischen Unternehmen. Mir gefällt es sehr gut, dass man viel vom Berufsalltag der anderen mitbekommt. Ich fand das sehr interessant.

Sie streben die Unternehmensnachfolge bei IFA , der Firma Ihres Großvaters, an. Inwieweit sehen Sie den Dualen Master als ein Entwicklungsinstrument?
Für mich ist der Duale Master die richtige Wahl, weil ich hier theoretisch Erlerntes in der Praxis testen kann. Würde ich bei der reinen Theorie stecken bleiben, würde ich am Ende des Master-Studiums ins kalte Wasser geworfen werden. Weil ich jedoch schon fest in den Arbeitsabläufen drin bin, komme ich von der Praxis in die Praxis. Ich sehe darin einen großen Vorteil – zumal ich schon jetzt das Personal, die Kollegen und die Kunden kennenlerne. Dadurch entfällt nach dem Studium die intensive und häufig auf einen sehr kurzen Zeitraum begrenzte Einarbeitungsphase. Das entspannt das Ganze ein wenig.

Welche persönlichen Voraussetzungen sollten Studieninteressierte Ihrer Meinung nach für den Dualen Master mitbringen?
Als wichtigste Eigenschaft sehe ich hier die Zielstrebigkeit: Man muss auf jeden Fall Lust darauf haben und das Studium auch wirklich durchziehen wollen. Sonst braucht man den Master eigentlich nicht anzufangen. Auch eine gewisse Belastbarkeit gehört dazu.

Inwieweit unterstützt Ihr Unternehmen Sie bei Ihrem dualen Master-Studium?
Zum einen finanziell, zum anderen bei Seminar- oder Projektarbeiten. Für die bekomme ich Zeit zur Verfügung gestellt, und Mitarbeiter des Unternehmens unterstützen mich bei Bedarf. Mit Fragen kann ich immer auf jemanden zugehen. Das lief bisher wirklich gut.

Mit welchen Argumenten konnten Sie Ihren Arbeitgeber und Großvater für diese Art der Unterstützung gewinnen?
Da habe ich keine Argumente gebraucht. Wir waren uns beim Thema Master schnell einig. Das ist vielleicht auch der Vorteil eines Familienunternehmens. Zudem weiß man hier, dass IFA beispielsweise von Seminar- und Projektarbeiten massiv profitieren kann. Darüber hinaus bindet IFA mich so als Fachkraft und Hochqualifizierten – ein weiteres wichtiges Argument. Das Kontaktstudium hat mir gezeigt, dass ein Großteil der Master-Studierenden später im Unternehmen bleibt.

Vielen Dank für das Gespräch!