Blick in das Atrium und auf die Treppe des Gebaeudes M des DHBW CAS am Bildungscampus in Heilbronn

Klarer Praxis-Benefit

Beim Dualen Master kann ich meinen Studienplan zeitlich und inhaltlich individuell zusammenstellen: Dank der großen Modulauswahl belege ich genau das, was zu meinen Interessen und in meinen Zeitplan passt.
Hubert Maier, Masterstudent Wirtschaftsingenieurwesen, Produktmanager bei MTU Friedrichshafen

Hubert Maier, Masterstudent Wirtschaftsingenieurwesen
Hubert Maier, Masterstudent Wirtschaftsingenieurwesen

Herr Maier, Ihren Bachelor haben Sie an der DHBW Stuttgart abgeschlossen. Wie nehmen Sie den Unterschied zum Dualen Master wahr?

Maier: Ein wichtiger Unterschied zum Bachelor ist für mich, dass ich beim Dualen Master meinen Studienplan zeitlich und inhaltlich selbst zusammenstellen kann: In Wirtschaftsingenieurwesen habe ich eine sehr große Modulauswahl und kann genau das belegen, was zu meinen Interessen und in meinen Zeitplan passt. Hier kommt der für mich zweite wichtige Unterschied zum Bachelor zum Tragen: Wer den Dualen Master macht, bringt bereits Berufserfahrung mit und weiß daher genau, was ihn interessiert und weiterbringt. So kann ich mir aus den angebotenen Modulen die für mich persönlich zielführenden Fachthemen heraussuchen.

Wie nutzen Sie diese Modulwahl konkret in der Praxis?

Maier: MTU Friedrichshafen baut große Dieselmotoren für alles, was nicht auf der Straße fährt. Als Produktmanager definiere ich die Anforderungen an unsere Entwicklungen, und dafür benötige ich unter anderem ein gutes technisches Verständnis. Beim Dualen Master in Wirtschaftsingenieurwesen nutze ich daher die Möglichkeit, mich neben fachlich naheliegenden Modulen auch bei den Angeboten anderer Studiengänge zu bedienen – zum Beispiel habe ich das Maschinenbau-Modul zu Verbrennungsmotoren belegt. Hier konnte ich mir wichtiges Wissen aneignen, das über meine ursprüngliche Berufswahl hinausgeht.

War dieser Wille, sich fachlich weiterzuentwickeln, der Hauptgrund für Ihren Dualen Master?

Maier: Nach meinem Bachelor habe ich fünf Jahre gearbeitet und hatte das Gefühl, das es an der Zeit ist, noch einmal etwas zu lernen. Ich mache den Master also primär für mich. Aber für MTU Friedrichshafen ist der Duale Master natürlich eine super Weiterqualifizierung. Hier zählt meine Leistung, und ich nutze mein Master-Wissen, um den Job, den ich jetzt schon gut mache, zukünftig noch besser zu machen. Dadurch qualifiziere ich mich für weitere und anspruchsvollere Aufgaben.

An welchem aktuellen Beispiel machen Sie den funktionierenden Theorie-Praxis-Transfer fest?

Maier: Im Berufsleben habe ich selten die Zeit, Dinge wissenschaftlich oder analytisch zu betrachten. Doch meine Seminararbeit zu „Wirtschaftlichkeit und Wertanalyse“ hatte nun einen realen Effekt für unser Unternehmen. Ich habe festgestellt, dass wir an einer Stelle Kosten gegeneinander verrechneten, die nicht passten. Die Kombination von Theorie und Praxis hat wunderbar funktioniert.
Ein weiteres Beispiel ist meine aktuelle Marktanalyse für ein Produktsegment in Indien. Dafür konnte ich mit dem Modul „International Business“ mit Exkursion nach Indien bestens vorarbeiten. Ich habe also wieder einen klaren Praxis-Benefit. Das Thema ist mein Tagesgeschäft, das ich nun mit einem erhöhten Anspruch an die Methodik und mit Rückmeldungen vom Dozenten bearbeiten kann.

Inwiefern wirkt sich der berufsintegrierende Ansatz auch auf Ihr zeitliches Arbeitspensum aus?

Maier: Das Studium nutzt meiner Arbeit, und ich trage Arbeitsaufträge ins Studium. Vor diesem Hintergrund verwende ich viele Stunden im Unternehmen gleichzeitig für meinen Dualen Master und umgekehrt. Das reduziert das gesamte Pensum erheblich und ermöglicht es mir, 35 Stunden in Vollzeit zu arbeiten. Der Plan war, den Dualen Master trotzdem in zwei Jahren abzuschließen. Zu Beginn des Studiums wurde ich jedoch als Teilprojektleiter für unser unternehmensweites Transformationsprojekt ausgewählt. Um dieser parallelen Herausforderung gerecht zu werden, werde ich das Studium voraussichtlich um ein Semester verlängern.

Ließ sich diese Planänderung so einfach umsetzen?

Maier: Ich musste einige Module umwählen, doch das war alles kein Problem. Meine Professoren waren super zu erreichen und haben mich sehr unterstützt.

Was nehmen Sie abgesehen von dem Fachwissen aus Ihrem Studium mit?

Maier: Den Kontakt zu vielen super-netten Leuten – und nebenbei ein berufliches Netzwerk. Außerdem lerne ich durch die Vorlesungen an den verschiedenen Standorten Baden-Württemberg besser kennen. Abends sitzen wir meist noch zusammen, woraus immer wieder interessante Kontakte entstehen.

Vielen Dank für das Gespräch!