Blick in das Atrium und auf die Treppe des Gebaeudes M des DHBW CAS am Bildungscampus in Heilbronn

Als Bauherrenvertreter auf dem Master-Weg

„Als Bauherrenvertreter im Wohn- und Gewerbeneubau muss ich mich ständig weiterbilden – gerade im Energiemanagement. Da passt der Bauwesen-Fokus im Duale Master Wirtschaftsingenieurwesen optimal: Ich konzentriere mich besonders auf Projektmanagement und energieeffizientes Bauen. Das kommt meiner Arbeit bei der Abwicklung komplexer Bauprojekte direkt zugute.
Ismail Kaplan, Masterstudent Wirtschaftsingenieurwesen, Fokus Bauwesen und Energiemanagement, Bauherrenvertreter bei Diringer & Scheidel Wohn- und Gewerbebau GmbH.

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Ismail Kaplan, Masterstudent Wirtschaftsingenieurwesen

Herr Kaplan, anderthalb Jahre nach Ihrem Bachelor im Bauwesen haben Sie sich für den Dualen Master entschieden. Warum?

Kaplan: Ich wusste schon im Bachelor, dass ich den Master machen möchte. Doch die anderthalb Jahre zwischen den beiden Studienphasen waren eine sehr gute Zeitspanne, um sich auf die Arbeit zu konzentrieren und Berufserfahrung zu sammeln. Jetzt kann ich auf einer anderen Ebene einsteigen. Den Master-Titel brauche ich in meiner Branche zwar nicht unbedingt, doch er kann nicht schaden. Am wichtigsten ist es mir, mich über das Tagesgeschäft hinaus weiterzubilden.

Passt das Angebot zu Ihren Vorstellungen?

Kaplan: Unbedingt! Mit meinem Fokus auf Bauwesen und Energiemanagement bin ich im Wirtschaftsingenieurwesen inhaltlich sehr gut aufgehoben. Statt erst noch grundlegende Module zu belegen, um mein Wissen fachlich anzupassen, konnte ich mich direkt auf die beiden Sparten konzentrieren, die mich besonders interessieren: Projektmanagement und energieeffizientes Bauen. Ich habe sogar spontan noch vor meinem eigentlichen Studienstart das Modul „Nachhaltiges Bauinstandhalten“ belegen und auf den Master anrechnen lassen können. Wir waren eine kleine Gruppe in der schnell jeder jeden kannte. So kristallisierten sich spezielle Fragen heraus, und wir konnten schon damals richtig in die Tiefe gehen.

Gerade der Master Wirtschaftsingenieurwesen zeichnet sich aber auch durch seinen interdisziplinären Anspruch aus. Wie erleben Sie vor diesem Hintergrund das Niveau?

Kaplan: Das Niveau ist in meinen Augen dem Master angemessen. Das bedeutet, dass ich teilweise schon ordentlich lernen muss, um mitzukommen – aber genau dafür bin ich hier. Die Inhalte haben direkten Praxisbezug, so dass es Spaß macht, ins Detail zu gehen. Bei meiner Dozentin, die zur Energieeinsparverordnung lehrt, merkt man beispielsweise sofort, dass sie direkt aus der Praxis kommt. Dank ihrer Erfahrung konnte sie uns beispielsweise auf fehlplatzierte Fachbegriffe in der Arbeitswelt vorbereiten. Die interdisziplinären Gruppen ermöglichen zudem einen Austausch zwischen den Branchen. Das bereichert und bringt eine Menge neue Kontakte.

Wie gefallen Ihnen die Lernmöglichkeiten vor Ort?

Kaplan: Die Vorlesungsräume in Heilbronn sind super. Sie sind bestens ausgestattet, und auch die Mensa ist gut.

Können Sie ein Beispiel nennen, wie Sie Ihr Master-Wissen bisher angewandt haben?

Kaplan: Bei uns war in einer Sitzung gerade erst die Energieeinsparverordnung Thema. Ich habe einen Beitrag geleistet, worauf mich mein Chef später fragte, weshalb ich so gut informiert sei. Ich konnte mit dem Hinweis auf den Dualen Master antworten. Ein anderes Beispiel ist ein Zeitmanagement, das ich im Master kennen gelernt und bei der Arbeit für ein konkretes Projekt vorgeschlagen habe. Jetzt pflege ich besagten Zeitplan. Allgemein gilt: Das, was ich hier lerne, kann ich zum größten Teil 1:1 umsetzen.

Sie verzahnen Theorie und Praxis also unmittelbar. Wie steht Ihr Arbeitgeber zu Ihrem Studium?

Kaplan: Ich wurde von Anfang an toll unterstützt. Der Duale Master war schon in meinem Bewerbungsgespräch eine Bedingung, die mein Arbeitgeber sofort angenommen hat.

Neben Fachwissen bietet der Duale Master fachübergreifende Kompetenzen beispielsweise zu Kommunikation, Führung oder Selbstmanagement. Wie schätzen Sie diese ein? 

Kaplan: Schon bei unserem zweitägigen Kick-off zum Studium im Schloss Schöntal ging es zentral um fachübergreifende Kompetenzen. Die Gruppenarbeiten waren klasse! Einerseits war dieses Modul ein super Einstieg ins Studium in einem sehr schönen Ambiente – ein echtes Highlight. Andererseits bieten die Inhalte der fachübergreifenden Kompetenzen einen riesigen persönlichen sowie beruflichen Mehrwert. Ich freue mich auf mehr.

Vielen Dank für das Gespräch!