Wir haben gefeiert: Über 100 Graduierte in den Fachbereichen Wirtschaft, Sozialwesen und Gesundheit

Bei der Graduierungsfeier gab es viele Gründe, zu feiern. Besonders erfreulich: Im Studiengang Intensive Care konnten wir die ersten Masterurkunden vergeben und im Studiengang Governance Sozialer Arbeit gab es schon eine Absolventin in zweiter Generation - wie der Vater, so die Tochter.

Bei bestem Sommerwetter kamen die Absolventen und Absolventinnen in Abendkleid und Anzug in die Aula auf dem Bildungscampus, um (endlich) ihre Masterurkunden entgegen zu nehmen. "Mein größter Erfolg war, dass ich mir beweisen konnte, was ich alles kann", brachte es Alexander Kirn, M. A. General Business Management, in der Absolvent*innenrede auf den Punkt. So haben sich alle Bemühungen und Bestrebungen ausgezahlt - die langen Nächte vor den Abgaben, die Lehrveranstaltungen am Wochenende und das harte Wirtschaften mit einem knappen Zeitkontingent neben Beruf und Familie. Dass der Weg nicht immer einfach war, erkennt auch Direktorin Prof. Dr. Conny Mayer-Bonde an: “Erfolg bedeutet immer wieder aufzustehen.” Scheitern sei einfach Teil des Weges dorthin. Zum Weitergehen gehöre aber auch eine entsprechende innere Haltung - “radical hope” - und der Wille zum Mitmachen, Gestalten und Anpacken.

Braucht es für Erfolg einfach ein sonniges Gemüt? Nein - vielmehr gehe es um Einstellung und Entschluss, so führt Prof. Dr. Paul-Stefan Roß, Dekan Gesundheit & Sozialwesen weiter aus: “Hartnäckiger Optimismus, das bedeutet, ich will an die Zukunft glauben.” Die Anwesenden haben es geschafft, sind Meister ihres Fachs geworden und haben damit einen Karriereschritt gemacht. Sie haben aber nicht nur viel Fachliches gelernt, sie haben sich auch einer großen Herausforderung gestellt und sind daran gewachsen. “Die Weiterentwicklung der Persönlichkeiten zu sehen, das ist sehr schön", sagte Prof. Dr. Doris Nitsche-Ruhland zur neuen hauptamtlichen Vizepräsidentin für Duales Studium und Lehre.

Wer sich auf den Weg macht, geht selten allein. So waren die Gäste bunt und zahlreich, die Jüngste erst seit wenigen Wochen auf der Welt und die Älteste über 90 Jahre alt. "Applaus für alle, die eure Erfolgsgeschichten möglich gemacht haben", forderte Prof. Dr. Paul-Stefan Roß und bedankte sich bei allen Unterstützern - Partner*innen, Freunde und Familie. Und ein Vater war an diesem Abend besonders stolz: André Lang. Er selbst hatte 2008 seinen Master in Governance Sozialer Arbeit abgeschlossen, seine Tochter Lea Geyer trat in seine Fußstapfen und nahm nun 7 Jahre später auch ihre Masterurkunde entgegen - sogar im selben Studiengang, der dieses Jahr auch 15-jähriges Jubiläum feiert.

Wo die einen schon so lange dabei sind, dass schon mehrere Generationen denselben Abschluss haben, betreten andere Neuland. So waren bei dieser Graduierungsfeier erstmals auch Absolvent*innen des Studiengangs Intensive Care mit von der Partie: Die allerersten, die dieses Studium absolviert haben. Und zwar nicht nur am DHBW Center for Advanced Studies, sondern deutschlandweit. “Ich bin unfassbar stolz”, so Beate Land, die Wissenschaftliche Leitung. “Und ich hoffe, dass die Kliniken jetzt auch die entsprechenden Arbeitsbedingungen zur Verfügung stellen.” Schichtdienst, lange Nächte auf der Intensivstation - das sind Umstände, die auch ein Studium sehr anspruchsvoll machen. “Ich bin stolz, aber auch erleichtert”, sagt Absolventin Svenja Homberger, die ihre Rolle als APN auf der Intensivstation aktiv mitgestalten will. Für Ihre Kommilitonin Susanne Rüssel war es ein großer Gewinn, sowohl die Fachweiterbildung als auch ein Masterstudium absolvieren zu können: "Ich fand die Kombination super und würde mich wieder für dieses Studium entscheiden".

Mutig mussten sie sein, die Masterabsolvent*innen, sich durchbeißen und weitergehen, auch wenn es schwer fällt. Nun ist der Einlauf ins Ziel geglückt und es durfte auch ordentlich gefeiert werden. Nach der Verleihung der Urkunden wurde draußen bei Live-Musik von Julian Pförtner noch lange gemeinsam gelacht, auf die guten und schlechten Zeiten angestoßen. Denn auch wenn die Studienzeit jetzt vorbei ist, gibt es doch vieles was bleibt: Vertieftes Fachwissen, ein großartiges Netzwerk und eben auch eine ganz neue Art, die Dinge anzugehen. "Wir schauen genauer hin, wir fragen öfter nach und beziehen verschiedene Perspektiven mit ein", so beschrieb es Jana Siffermann, M. Sc. Advanced Practice in Healthcare.

Wir gratulieren allen Absolventen und Absolventinnen herzlich zum Masterabschluss und wünschen alles Gute für die Zukunft!